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Insel Elba |
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| Insel Elba |
Vergessen Sie für einen Augenblick die Insel der Tourismus Broschüren, der Konsumslogans, des
Exil Napoleons, der ins Meer gefallenen sieben Venusperlen. Wenn Sie wirklich die Insel kennenlernen wollen, müssen Sie anderswo suchen : in tieferen und deßhalb nicht weniger bezaubernden Sparten ihrer Geschichte, in Gegenden die abseits der bequemen Asphaltstrassen liegen und auf so einem kleinen Flecken Erde kaum vorstellbar sind..
So schön und vielfältig sie auch sein mag besteht Elba tatsächlich nicht nur aus
Stränden und Meer. Vom feinen Sand Biodolas bis zu den glatten Granitfelsen in Seccheto, vom weissen Kiesel des
Padulella, bis zu den dunklen, eisenhaltigen Buchten der Bergwerkgegend; von den langen gut erreichbaren und
betreuten Strände, bis zu den wilden nur vom Meer aus erreichbaren, wie Punta Bianca.
Was die wenigsten kennen ist das Inland der Insel. Wenn Sie auf einem der Wege
im Patresital wandern, könnten Sie meinen irgendwo im Appennin zu sein:
Kastanien- und Steineichenwälder wachsen entlang der Bäche und an den steilen
Hängen der Granitmassife, wo man das Geräusch des Meeres das nur 100 meter
entfernt liegt, schon lange nicht mehr wahrnimmt. Der Monte Capanne, über
tausend Meter hoch -fast unglaublich für einen 223 quadratkilometer grossen
Felsen - ist für Faulere mit einer Seilbahn erreichbar (es ist viel angenehmer
hinaufzuwandern und unerwartete Landschaften zu entdecken), und man kann vom
Gipfel aus an klaren Tagen einen Grossteil des Tyrrhenischen und Ligurischen
Meeres mit ihren Küstenstrecken sehen. Im Frühjahr wenn Sie einen der Wege in
der Macchia der Halbinsel von Calamita einschlagen, werden Sie von den
intensiven Düften der Ginster-Rosmarin und Zystrosenbüsche berauscht und das
blühende Erika wird beim vorbeistreifen seinen Pollen verstreuen. Aber auch Elbas Dörfer sind einen Besuch wert. Von der Altstadt von
Portoferraio um die sich harmonisch die Darsena entwickelt bis zu den Bergdörfer von
Marciana und Rio nell’Elba dessen Häuser sich stufenweise wie eine befestigte Front gegen eventuelle Piratenüberfälle bilden, zu Capoliveri mit seiner Fischgrätenförmigen Struktur, ohne die Hafendörfer von Marina di Campo und Rio Marina zu vergessen die ursprünglich um ihre Wachtürme gebaut wurden.
Selbst die Geschichte der Insel Elba beginnt nicht mit Napoleon. Die wenigsten können sich vorstellen, daß Napoleons Exil noch lange nicht das Hauptereignis einer tausendjährigen Vergangenheit ist. Da Elba eine unter den bedeutsamsten Reserven von Kupfer aber hauptsächlich Eisen des Mittelmeeres ist, hat die Insel im Altertum eine Reihe von Kolonisationen und Oberherrschaften wegen seines Metallvorkommens erlebt.. Die Griechen wussten das genau und nannten sie Aethalia, die rußige, wegen des Rauches der Schmelzöfen, der sie stätig einhüllte. Noch besser wussten es die Etrusker, die sich ihrer metallurgischen Künste rühmten. Ebenfalls wussten es die Römer die kostbaren Mineralien Elbas zu Waffen verarbeiteten, um die Grundlagen Ihrer Herrschaft zu setzen. Später stellte sich heraus, daß Elba auch reich an Granit war, zur
Verzehrung Errichtung von Denkmälern verwendet (es gibt Reste von altertümlichen Steinbrüchen und Säulen in der Umgebung von
Cavoli und Seccheto). Von den Römern wurde auch ein ante litteram Tourismus eingeführt, indem sie prachtvolle
Patrizier Villen bauten, dessen Ruinen man heute noch bei Le Grotte, Linguella und Capo Castello sehen kann.
Im Mittelalter unterlag Elba der Herrschaft von Pisa und erlebte zahlreiche Piratenüberfälle. Aus dieser Zeit bleiben beeindruckende Festungen wie die von Marciana, die von Torre di Giove und vor allem die uneinnehmbare Festung des Volterraio. Aber auch romanische Kirchen mit schönen und stabilen Formen, einige davon in der üppigen Vegetation verlassen, wie die von San Lorenzo.
Das sechzehnte Jarhundert erlebte die schwache Regierung des Fürstentum von
Piombino, von der Familie Appiani geführt, im Versuch den Überfällen der Türken
zu widerstehen. Es war das Jahrhundert der grossen Zerstörung, die alle Dörfer
der Insel traf. Es widerstand nur die neue von Cosimo De’ Medici befestigte
Stadt von Portoferraio, an der die bedeutsamsten Ingenieure des Großherzogtums
arbeiteten. Im XVII und XVIII Jhdt. war Elba das Feld der Auseinandersetzung der
damals grössten europäischen Mächte: Spanien und Frankreich an erster Stelle.
Sie stritten um die Kontrolle dieses Felsens, so kostbar wegen seiner
strategischen Lage in nördlichen Tyrrhenischen Meer. Mit der Errichtung der
Festung von Longone kam damals eine ganzer Teil der Insel unter spanischer
Besatzung. Das war die Zeit der Einfälle und Schlachten, vor denen sich die
Elbaner nicht zurückzogen als sie ihre Gesellschaft bedroht sahen: 1799
widerstanden sie sogar dem weitaus organisierterem und besser gerüstetem Heer
Napoleons.
Bis zum heutigen Tag, während die Landwirdschaft schwere Zeiten erlebte und die Insel ein kurzes industrielles Zwischenspiel mit den Hochöfen von Portoferraio sah, breitete sich der Tourismus wie ein neues Eldorado aus. Letztendlich, ein Gebiet von unzähligen Faktoren geprägt und als solches eine ausserordentliche Vielfalt an Interessen dem aufmerksamen Besucher bietet. Mit dem Segen von Venus und Napoleon.
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| Von Wikipedia |
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Elba ist eine Insel im Mittelmeer und gehört zum Toskanischen Archipel der Region Toskana in Italien (Provinz Livorno). Sie ist knapp 20 km vom italienischen Festland entfernt.
Heute leben im Winter auf der Insel etwa 32.000 Personen in acht Gemeinden: Portoferraio (gleichzeitig auch die Hauptstadt der Insel), Campo nell’Elba, Capoliveri, Marciana, Marciana Marina, Porto Azzurro, Rio Marina und Rio nell’Elba.
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| Geographie | |
Das älteste mit Namen bekannte Volk, das auf der Insel Elba lebte, waren
die Ilvaten, ein Stamm ligurischer Herkunft. Ab etwa 750 v. Chr. stand die
Elba unter zunehmendem Einfluss der Etrusker, die an den umfangreichen
Eisenvorkommen interessiert waren und mit deren Abbau begannen. Um 453 v.
Chr. besetzten vorübergehend die Griechen die Elba; sie nannten sie Aithalia
(die rauchende, rußige). 246 v. Chr. eroberten die Römer die Insel, die nun
während rund 800 Jahren zum Römischen Reich beziehungsweise dessen
Nachfolgestaaten (ab 476 n. Chr. Reich des Odoaker, ab 493 ostgotisches
Reich, ab 535 Byzantinisches Reich) gehörte. Die Römer nannten die Elba Ilva.
Ende des 6. Jh. n. Chr. gelangten die Langobarden auf die Insel Elba und
gliederten sie ins Langobardenreich ein, das 774 fränkisch wurde. Im Rahmen
der pippinschen Schenkung wurde Elba 787 dem Papst übertragen, der hier
jedoch keine faktische Herrschaft ausüben konnte. Zudem war die Insel ab dem
9. Jh. immer wieder Angriffen durch arabische Muslime (sog. Sarazenen)
ausgesetzt, gegen die sich die Bevölkerung kaum verteidigen konnte (diese
Angriffe dauerten bis ins 16. Jh. fort). 1015 schenkte der Papst Elba der
aufstrebenden Seemacht Pisa als Dank für deren Kampf gegen die Sarazenen.
Die Pisaner errichteten auf Elba viele noch heute vorhandenen
Befestigungsanlagen und Wachttürme und bauten verschiedene Kirchen im Stil
der Pisaner Romanik. Wiederholt wurde Elba im 13. Jh. von Genua angegriffen,
der größten Rivalin Pisas. 1399 verkaufte der damalige Herrscher Pisas
Gerardo Appiano den pisanischen Staat dem Mailänder Herzog Gian Galeazzo
Visconti, hielt dabei aber Piombino, die Insel Elba und andere, kleinere
Gebiete für sich zurück. In Piombino errichtete er daraufhin eine
eigenständige Signorie, der er 1442 im Einvernehmen mit Siena die Insel Elba
zuordnete, so dass diese in der Folge zur Signorie Piombino gehörte. 1593
wurde Piombino zum Fürstentum erhoben, das 1635 nach dem Aussterben der
Appiano erbweise an die Ludovisi und später durch Heirat an die Buoncampagna
gelangte. Einen besonderen Weg gingen Portoferraio, das ab 1548 zum
Grossherzogtum Toskana gehörte, sowie Porto Longone (das heutige Porto
Azzurro), das 1596 von Philipp III. von Spanien eingenommen wurde und danach
zum Stato dei Presidi gehörte.
Die Insel Elba war im Zusammenhang mit den Revolutionskriegen
vorübergehend von Großbritannien besetzt und wurde 1802 im Frieden von
Amiens Frankreich zugesprochen. Im Vertrag von Fontainebleau vom 11. April
1814 wurde die Insel als souveränes Fürstentum Napoleon übertragen, der am
selben Tag als Kaiser der Franzosen abdankte. Napoleon landete auf Elba am
4. Mai 1814 und nahm hier als Herrscher über rund 10.000 Einwohner
umfangreiche Reformen in Angriff (Napoleons Regierungssitz: 42° 47' 8" N, 10° 16' 51" O). Bereits am 26. Februar
1815 floh er aber wieder von seinem Exil auf der Insel Elba und kehrte nach
Frankreich zurück. Im Wiener Kongress wurde Elba dem Herzogtum Toskana
zugeschlagen und gelangte mit diesem 1860 an das vereinte Königreich Italien.
1982 wurde auf Elba die letzte Eisenmine geschlossen. Ab den 60er Jahren
des 20. Jh. begann sich der Tourismus zu entwickeln. Mit der Gründung des
Nationalparks Parco Nazionale Arcipelago Toscano im Jahr 1998 soll
sichergestellt werden, dass dies in sanften Bahnen erfolgt.
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